Die 4 Bahnarten des Kegelsports


Der Kegelsport wird in Deutschland auf vier verschiedenen Bahnarten betrieben:

Asphalt- (Classic-), Bohle-, Scheren- und Bowlingbahn.

Dabei gibt es 2 grundlegend verschiedene Bahnarten. Einmal die gekehlte Bahn, wie sie beim Schere- und Bohlekegeln verwendet wird und zum zweiten die plane Bahn, wie man sie beim Asphaltkegeln und beim Bowling verwendet wird. Die gekehlten Bahnen sind zur Mitte der Lauffläche um 3,6 mm – 4mm verjüngt und haben dazu noch eine Gesamtsteigung von der Auflagebohle bis zum Kegelstand von 10cm.

1. Classic-Bahn

Die Asphaltbahn ist der einzige Kegelbahntyp, der eigendlich keine Fehlwurfrinne besitzt. Dafür ist sie mit Bandenbrettern ausgerüstet. Mittlerweile hat aber auch diese sogenannte Bande weitestgehend ausgedient und wird bei neuen Bahnen durch die pflegeleichtere Fehlwurfrinne ersetzt.

Während früher die Oberfläche aus einem Asphalt-Belag bestand, woher sie auch ihren Namen hat, wird heute eigentlich nur noch ein spezieller Kunststoff-Belag verwendet. Da damit bei modernen Bahnen keines der Merkmale einer Asphalt-Bahn mehr gegeben ist, wurde der Bahntyp Asphalt konsequenterweise in Classic umbenannt.

Maße:

1. Aufsatzbohle 5,50 m x 0,35 m
2. Lauffläche 19,50 m x 1,50 m
3. Seitenwände 19,50 m x 0,10 m, 0,14 m hoch
4. Kegelstand 1,50 m x 1,70 m
5. Kugelfang ca. 0,60 m x 1,70 m

2. Bohle-Bahn

Die Bohlenbahn gilt als eines der ältesten und ist mit einer Lauflänge von 31 m das längste Kegelbahnsystem. Dieses Bahnsystem ist, neben Bowling, dass System, was in Berlin / Brandenburg gespielt wird. Aufgrund der Maße wird bei diesem System nur auf die "Vollen" gespielt, ein Räumspiel, wie bei den anderen Systemen üblich, ist hier nicht möglich. Als Besonderheit bei diesem Bahnsystem gilt die Gassenwechsel-Regelung. Dabei müssen 25 Würfe in die linke Gasse gespielt werden (das ist links am vordersten Kegel - dem Vorderholz - in den Kegelstand) und 25 Würfe in die rechte Gasse. Wenn in die falsche Gasse gespielt wird, wird die Kugel als Nullwurf gewertet.

Maße:

1. Aufsatzbohle 5,50 m x 0,35 m
2. Lauffläche 23,50 m x 0,35 m Kehlung 0,75m von der Ansatzbohle entfernt: 4,5mm
3. Kegelstand 1,00 m x 1,70 m + 0,25 m x 1,70 m
4. Kugelfang 1,25 m x 1,70 m

3. Schere-Bahn

Den Namen hat dieser Bahntyp von seiner scherenartigen Verbreiterung seiner Lauffläche. Mit seiner Gesamtlänge von 25,5 Metern ist dieser Bahntyp der kürzeste. Sowohl das Spiel in die Vollen als auch das Abräumspiel ist sehr variantenreich, da keine Scherenbahn präzise der nächsten gleicht. Beispielsweise weist jede Bahn aufgrund von Material- und Schliffunterschieden eine andere Kehlung auf. Der Kegler ist gezwungen, sich bei wechselnden Kegelbahnen immer wieder an die besonderen Verhältnisse der Kegelbahn anzupassen, um möglichst viele Kegel abzuspielen.

Maße:

1. Aufsatzbohle 5,50 m x 0,35 m
2. Lauffläche gesamt 18,00 m, Kehlung 0,75 m von der Ansatzbohle entfernt: 3,5mm,
davon
Lauffläche 1: 9,50 m x 0,35m
Lauffläche 2: 8,50 m, von 0,35 m auf 1,25 m verbreiternd (Schere)
3. Kegelstand 1,00 m x 1,25 + 0,25 m x 1,25 m
4. Kugelfang 1,25 m x 1,70 m

4. Bowling-Bahn

Die Bowlingbahn ist der jüngste unter den Bahnarten. Geschichtlich bedingt, kam ein 10ter Kegel dazu und diese "Pins" wurden in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet. Auch ansonsten hat sich das Ten Pin Bowling in Amerika völlig eigenständig und damit anders weiterentwickelt, als das Kegeln in Europa.Die für uns "krummen" Werte in den Maßen kommen zustande, da alle Maße in Zoll und Fuß standartisiert sind.

Maße:

1. Anlauffläche mindestens 4,57 m x 1,04-1,065 m
2. Lauffläche 18,28-18,30 m x 1,04-1,065 m
3. Pinstand 0,792 m x 1,04-1,065 m + 0,125 m x 1,04-1,065 m
4. Pinfang 0,76-1,20 m x 1,04-1,065 m